Quarantäne-Gedanken
- 23. März 2022
- 2 Min. Lesezeit
Ich bin gerade in Quarantäne. Ja…nach über zwei Jahren hats mich auch erwischt. Zum Glück geht’s mir gut und ich habe keine wirklichen Symptome. Nur meine Nase rinnt die ganze Zeit und ich muss ständig niesen…wie als würde der Virus wollen, dass ich ihn in die Welt hinaustrage hahaha, aber sonst geht’s mir super!!!
Ich verbringe also meine Zeit seit Donnerstag (17.03.22) Früh in meinem Zimmer, bekomme Essen und Trinken vor die Türe gestellt und verlasse meine eigenen 4 Wände eigentlich nur um ins Badezimmer zu gehen. Bis jetzt bin ich die einzige in meiner Familie, die positiv ist und ich habe noch niemanden angesteckt. Ja gut…bin ja auch nur in meinem Zimmer hahaha.
Am Anfang war es ein komisches Gefühl die Nachricht zu bekommen, positiv zu sein. Man will es ja nicht sein und ich habe mich auch irgendwie schlecht gefühlt. In Zeiten wie diesen mit so hohen täglichen Neuinfektionen ist es aber auch nicht überraschend sich irgendwo angesteckt zu haben, egal wie gut man aufpasst bzw. sich an die Regeln hält.
Ich versuche mir die Quarantäne also so schön wie möglich zu gestalten und eine Mischung aus Entspannung aber auch Produktivität zu schaffen. Ich habe seit Wochen endlich mal wieder ausschlafen können, meine Lieblingsbücher nochmal begonnen zu lesen, meinen Kasten ausgemistet und geordnet, mein Lateinportfolio fertiggeschrieben und meine VWA so gut es geht finalisiert (muss sie noch ein paar Mal überarbeiten, aber an sich ist sie fertig :) ). Zudem habe ich entspannt Pilates gemacht, mit Freunden telefoniert, Serien geschaut und heute ist der Plan, seit weiß ich nicht wie vielen Monaten, endlich einmal wieder einen Film zu schauen. Freue mich schon ur darauf! Hahaha.
Auf der anderen Seite bin ich super traurig, weil heute eigentlich die Kids in Fashion Modenshow in Wien gewesen wäre, bei der ich hätte laufen dürfen. Außerdem musste ich die Burgtheater Proben und einen Videodreh absagen, mein Shooting am Freitag verschieben und kann zudem nicht auf die Geburtstagsparty von einer guten Freundin. Das ist natürlich alles super schade und macht mich auch etwas traurig, aber ich habe auch grad vorhin noch einmal mit meiner Oma telefoniert und sie hat auch gemeint, dass alles im Leben irgendeinen Sinn hat, also auch, dass ich genau jetzt Coroni bekommen habe.
Trust the timing of your life.
Ich glaube an Schicksal und vielleicht war es wirklich gut, dass ich es genau jetzt bekommen habe, wer weiß. Ich habe gelernt Dinge optimistischer zu betrachten, vor allem wenn ich sie nicht verändern kann. Es würde mir nichts bringen, mich jetzt die ganze Zeit zu ärgern, also sehe ich es lieber positiv ;) (und werde hoffentlich bald wieder negativ (natürlich nur was das Virus betrifft).
Mir tut diese Pause gerade richtig gut und ich weiß, dass ich das auch gerade gebraucht habe. Das klingt so blöd, aber ich glaube wir sollten unserem Leben viel mehr vertrauen schenken. Es wird alles kommen, wie es kommen soll. Wir müssen einfach schauen, wie wir am besten mit gewissen Situationen umgehen und das beste draus machen.
Es ist wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst.
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